Schadet negatives SEO der Konkurrenz Ihr Google Ranking?
Als Betreiber einer Webseite sind Sie darauf bedacht für Ihre wichtigsten Keywords in Google weit vorne zu ranken. Für besonders umkämpfte Branchen ist es nötig sämtliche zur Verfügung stehenden SEO Tricks anzuwenden, bis zum oftmals umstrittenen Linkkauf, um gegen die Konkurrenz eine Chance zu haben. Diese haben oft bereits eine starke Authority erworben und es wird eine ganze Weile in Anspruch nehmen, Google davon zu überzeugen, Ihrer eigenen Seite ein höheres Ranking zuzuweisen. In Anbetracht der schwierigen Situation, überschreiten manche Webmaster die Grenzen vernünftigen SEOs und werden von Google in Form eines Penaltys abgestraft. Ein populärer Grund dafür ist zum Beispiel ein unnatürlicher Aufbau von Inbound Links (also eingehende Links auf die eigene Webseite).
Google selbst listet in den Qualitätsrichtlinien:
Nehmen Sie nicht an Linktauschprogrammen teil, die dazu dienen, Ihr Ranking zu verbessern. Meiden Sie insbesondere Links zu Webspammern oder “schlechter Nachbarschaft” im Web, da Ihr eigenes Ranking durch solche Links negativ beeinflusst werden kann.
Vermeiden Sie Tricks, die das Suchmaschinen-Ranking verbessern sollen.
Spätestens hier sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. Webmaster haben in einer Unzahl an Fällen keinen Einfluss darauf, wer ihrer Webseite einen Link “spendiert” – ein externer Faktor, der nicht direkt beeinflussbar ist. Nehmen wir an, ein Konkurrent ist bereits etabliert und entdeckt, dass Sie für ähnliche Keywords eine Webseite ins Rennen schicken. Eine mögliche Taktik des negativen SEOs könnte sein, dass er innerhalb kürzester Zeit Ihre Backlinkpopulation um ein Vielfaches in die Höhe schnellen lässt. Noch dazu werden diese Links auf Webseiten mit schlechtem Inhalt oder Seiten, die bereits von Google abgestraft wurden, platziert. Eine andere Variante des Konkurrenten kann es sein, Ihre Inhalte über Artikelverzeichnisse zu verbreiten und die Suchmaschine mit doppeltem Content zu füttern.
In der Regel registriert Google solch einen unnatürlichen Linkaufbau und straft Sie ab. Im besten Fall werden Sie 50 oder 100 Plätze nach hinten versetzt, die Webseite ist quasi nicht mehr für andere User sichtbar. Worst Case ist jedoch, dass die Seite komplett aus dem Index entfernt wird.
Warum könnten Sie also für die “bösen” Taten der Konkurrenz büßen?
Für den Suchanbieter ist es praktisch unmöglich festzustellen, ob der Webmaster selbst gegen die Qualitätsrichtlinien verstößt, um ein besseres Ranking zu erzielen.
Laut einiger Stellungnahmen von Googlern besteht kein Grund zur Sorge. Einige schädliche Links würden keine weiteren Auswirkungen auf das Ranking haben. DOCH – Gezieltes negatives SEO kann bedenklich sein.
Falls man selbst Opfer einer “Attacke wird”, bleibt nur die Anmeldung auf Google Webmasters und einen Reinclusion-Antrag mit Schilderung des Sachverhalts zu stellen.
Negatives SEO stellt also sicherlich ein gewisses Risiko dar. Der durchschnittliche Webseitenbetreiber wird aber kaum von diesen unethischen Praktiken betroffen sein. Was bleibt ist konsequentes Monitoring der eigenen Backlinks und Google Rankings.
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